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Es gibt nicht nur mehr Allergien – sie halten auch länger an und machen sich stärker bemerkbar.
Was sollte man wissen, um mit Allergien umzugehen? Hier die wichtigsten Fakten:

UNSER IMMUNSYSTEM – DIE KÖRPEREIGENE SCHUTZPOLIZEI

Das Immunsystem des menschlichen Körpers ist eigentlich eine gute Sache. So funktioniert es: Krankheitserreger wie Viren und Bakterien haben auf der Oberfläche sogenannte Antigene – das sind artfremde Eiweiße. Das Immunsystem bildet spezielle gegen diese Antigene gerichtete Antikörper und macht damit die Erreger unschädlich.

DIE ALLERGIE – WENN DAS IMMUNSYSTEM SEINE SCHUTZWIRKUNG ÜBERTREIBT

Fast jeder dritte Mensch in Deutschland entwickelt im Laufe seines Lebens eine Allergie. Der Grund: Das Immunsystem schießt über das Ziel hinaus. Bei einer Allergie ist das Immunsystem nicht mehr in der Lage, zwischen Krankheitserregern und harmlosen körperfremden Substanzen, den Allergenen, zu unterscheiden. Es reagiert dann überempfindlich.

Die häufigste Allergie ist der Heuschnupfen. Als Allergen wirken können unter anderem auch bestimmte Nahrungsmittel wie Erdnüsse sowie Tierhaare von Katzen oder Hunden und Milben.

Mediziner unterscheiden zwischen vier Allergietypen – je nachdem, welche Reaktion das Allergen im Immunsystem hervorruft.

WELCHER ALLERGIETYP SIND SIE?

Mit 90% tritt Typ I am häufigsten auf, auch IgE-vermittelte Allergie oder Allergie vom Soforttyp genannt. Dazu gehören unter anderem Allergien gegen Gräser- und Baumpollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze sowie Nahrungsmittel, beispielsweise Erdnüsse. Aber auch Allergien gegen Bienen- und Wespengifte sowie gegen Tierhaare und gegen Latex.

DER WIRKMECHANISMUS EINER TYP I ALLERGIE

Beim Allergietyp I lernt das Immunsystem zunächst das Allergen kennen. Dabei bildet das Immunsystem allergenspezifische IgE-Antikörper – IgE steht für Immunglobulin E – um gegen das Allergen vorzugehen (Sensibilisierung).

DIE ALLERGISCHE REAKTION MACHT SICH BEMERKBAR

Die IgE-Antikörper bewirken, dass Entzündungsbotenstoffe wie Histamin ausgeschüttet werden, sobald sie das Allergen wiedererkennen.

Die Symptome machen sich in der Regel nach wenigen Minuten bemerkbar:

Allergischer Schnupfen
Bindehautentzündung
Allergisches Asthma
Nesselsucht (Rötungen, Quaddeln, Juckreiz auf der Haut)
Anaphylaktischer Schock (schwere Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers)

WARUM EINE ALLERGIE UNBEDINGT BEHANDELT WERDEN MUSS

Eine Allergie ist nicht einfach nur lästig und harmlos – denn …
… ohne Behandlung kann eine Allergie dazu führen, dass sich die Symptome ausweiten.
… es können weitere Allergien entstehen.
… es ist auch ein Etagenwechsel vom Nasen-Rachen-Raum in die Bronchien möglich.

Mit dem Pricktest den Allergieauslöser enttarnen
Bei einer Typ I Allergie wird in der Regel der Pricktest eingesetzt. Je nachdem, welche Allergieauslöser der Arzt in Verdacht hat, werden entsprechende Allergenlösungen auf die Innenseiten der Unterarme geträufelt oder mit einer Lanzette leicht in die Haut geritzt. Eine allergische Reaktion zeigt sich daran, dass sich innerhalb kurzer Zeit auf der Haut rote Quaddeln bilden.

BEHANDLUNG

Ist bekannt, welche Stoffe die allergischen Beschwerden auslösen, sollten Betroffene die jeweiligen Allergene meiden.
Allerdings kann man manchen Allergenen wie Gräsern oder Pollen kaum aus dem Weg gehen. Hier helfen bestimmte Medikamente gegen die Symptome, sogenannte Antihistaminika.
Als weitere Möglichkeit kommt bei Typ I die allergenspezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie genannt, zum Einsatz. Hierbei spritzt der Arzt in bestimmten zeitlichen Abständen eine kontrollierte Menge des Allergens auf die Haut des Betroffenen oder der Patient nimmt sie in Form von Tropfen über die Mundschleimhaut auf, dabei wird jeweils die Dosis gesteigert. Das Immunsystem gewöhnt sich an die allergieauslösende Substanz und stellt seine Abwehrreaktion ein.

Symptomfrei durch die Allergiesaison? Die Apotheke am Weißen Wall berät Sie gerne.

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